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Die Freie Wählergemeinschaft hat für den Innenstadtbereich von Preußisch Oldendorf mit Schreiben vom 15.02.2011 neue Ideen bei der Stadtverwaltung eingereicht. In dem von der SFD vorgestellten Konzept sehen wir keine Änderung gegenüber dem bereits abgelehnten Innenstadtkonzept.
Durch den demographischen Wandel, der auch in Preußisch Oldendorf Einzug hält, werden keine größeren Einkaufsflächen benötigt. Die weitere Ansiedlung von Lebensmittelmärkten würde zu einer Überkapazität und damit vermutlich zu konkurrenzbedingten Schließungen führen.
Für die FWG ist die Spiegelstraße als Haupteinkaufsstraße nicht die erste Wahl, da die B65 jegliches Flanieren verhindert. Im Bereich des heutigen Stadtzentrums in Verbindung mit dem Bereich Haspelstraße sowie Mindener Straße entwickelt sich unser jetziges Stadtzentrum zu einem Haupteinkaufszentrum. Dort findet man nicht nur Lebensmittelgeschäfte, sondern auch Fachmärkte wie eine Drogerie, eine Apotheke, ein Bettenfachgeschäft, Bekleidungsgeschäfte, Fachgeschäfte für Optik und Schmuck, Elektrofachhandel sowie ein Mehrsortimenter, der Schuhe, Schreibwaren, Spielwaren, Glas und Bekleidung anbietet.
Für den EDEKA – Markt sind unseres Erachtens Erweiterungsmöglichkeiten an seinem jetzigen Standort vorhanden (ehemaliges Hilling-Haus), so dass auch hier eine angemessene Vergrößerung des Marktes ohne einen Neubau möglich wäre. Das Sportplatzgelände an der Preußisch Oldendorfer Grundschule könnte als „Grüne Lunge“ im Stadtkern erhalten bleiben und so für Kinder und Senioren als Spiel- und Erholungstreffpunkt fungieren. Gleichzeitig könnte auch der Tourismus von einer innenstadtnahen Grünanlage profitieren. Natürlich ist es Wunsch der FWG, die Grundschulen in den Ortsteilen zu erhalten, aber bereits heute zeigen die Schülerzahlen einen deutlichen Rückgang, so dass mittelfristig im Bereich der Schulen neue Wege gegangen werden müssen. Hierbei ist nicht Fortbestand der heutigen Schullandschaft als Ziel anzusehen, sondern dass das breite Angebot der Schulabschlüsse in Preußisch Oldendorf langfristig auch mit geringeren Schülerzahlen erhalten bleibt. Vor diesem Hintergrund kann sich die FWG vorstellen, die bisherige Haupt- und Realschule im Gebäude der Realschule zusammenzufassen und die Grundschule im heutigen Hauptschulgebäude zu etablieren. Der Gesamtkomplex Hauptschule erscheint uns aus mehreren Gründen (Verkehrsanbindung, Nutzung der nahen Sportstätten, großer Schulhof) als Grundschulstandort geeigneter. Das Grundschulgebäude an der Pestalozzistraße könnte zukünftig durch einen Neubau/Umbau zum seniorengerechten Wohnen umfunktioniert werden. Die Seniorinnen und Senioren hätten so eine zentrale Wohnmöglichkeit, um aktiv am alltäglichen Leben teilzunehmen, da z. B. die Wege zum täglichen Einkauf, zum Arzt, zur Eisdiele und zur Kirche kurz und gut erreichbar sind. Das Sportplatzgelände kann als Grünanlage erhalten bleiben und auch die Turnhalle sowie das Lehrschwimmbecken können für Aktivitäten und therapeutische Anwendungen genutzt werden. Zu dem bietet dies auch die Chance auf neue Arbeitsplätze im Sozial- und Pflegebereich z.B. Physiotherapeuten oder Fachärzte.
Die FWG hat beantragt, dass die Stadtverwaltung die von uns eingebrachten Vorschläge auf ihre Umsetzbarkeit überprüft und die Bürgerinnen und Bürger über die vorliegenden Ideen zur Innenstadtentwicklung in einer Informationsveranstaltung informiert. Die Bevölkerung muss durch eine Bürgerbeteiligung miteinbezogen werden, schließlich sind es die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, die darüber entscheiden sollten, wie Preußisch Oldendorf in Zukunft aussehen soll und nicht die Politik.
in Preußisch Oldendorf |
In diesem Jahr feiert die Freie Wählergemeinschaft Preußisch Oldendorf ihr 50 jähriges Bestehen und kann somit stolz auf ein halbes Jahrhundert erfolgreiche kommunalpolitische Arbeit für Preußisch Oldendorf zurückblicken.
Die Freie Wählergemeinschaft Preußisch Oldendorf hat ihren Ursprung in der politischen Unzufriedenheit der Holzhauser Bürger. 1961 gründete sich um Heinrich Kipp die Wählergemeinschaft Holzhausen-Heddinghausen mit dem Ziel, die politischen Entscheidungen zukünftig bürgernah und parteiunabhängig zu treffen.
Die Gründungsmitglieder waren seinerzeit Heinrich Kipp, Heinrich Husemeyer, Horst Röscher, Karl Kämper, Karl Klusmeier, Werner Dreisörner, Karl Horstmann, Gustav Titkemeyer, Ernst Nobbe, Wilhelm Pollert, Herbert Feige und Heinrich Oestreich.
Bei den darauf folgenden Kommunalwahlen konnte die Wählergemeinschaft 1961 und 1964 bereits vier und 1969 dann fünf Gemeinderatsmandate erringen. Heinrich Kipp wurde zum Bürgermeister von Holzhausen gewählt und vertrat von 1969 bis 1973 die Interessen der Holzhauser Bevölkerung. Im Jahr 1973 schlossen sich im Zuge der kommunalen Neuordnung die zwischenzeitlich in den Ortsteilen Harlinghausen und Börninghausen entstandenen Wählergemeinschaften mit der Wählergemeinschaft Holzhausen zusammen. Unter dem Namen „ Freie Wählergemeinschaft Preußisch Oldendorf“ setzten sich die Mitglieder engagiert für bürgernahe Politik ein. Die Zahl der Mitglieder aus dem gesamten Stadtgebiet stieg stetig und die politische Arbeit im Interesse der Einwohner von Preußisch Oldendorf war erfolgreich. Die FWG ist bis heute kontinuierlich mit mehreren Vertretern in der Kommunalpolitik präsent.
Den Vorsitz der FWG gab Heinrich Kipp im Jahr 1995 an Günter Meier ab, der der FWG bis heute vorsteht. Als Ehrenvorsitzender begleitete Heinrich Kipp die Arbeit der FWG weiter bis zu seinem Tod im Januar 2011. Den Fraktionsvorsitz übernahm 1997 Horst Röscher aus seiner Hand und beide unterstützten die Arbeit der FWG in ihrer ruhigen, ausgleichenden, aber nicht unkritischen Art. Das Wissen der beiden Gründungsmitglieder Heinrich Kipp und Horst Röscher um die Zusammenhänge der örtlichen Politik war in der Vergangenheit für die politische Arbeit wertvoll.
Nach der Kommunalwahl 2009 übernahm Heiko Stashelm den Fraktionsvorsitz von Horst Röscher, der sich aus Altersgründen aus der aktiven Politik zurückzog. Horst Röscher steht der FWG nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite. Ein besonderer Erfolg war 1999 die Wahl des von der FWG aufgestellten unabhängigen Kandidaten Hartmann Wünsch zum Bürgermeister der Stadt Preußisch Oldendorf. Dieser ist auch weiterhin durch aktive Mitgliedschaft in vielen örtlichen Vereinen mit der Stadt Preußisch Oldendorf eng verbunden.
Die Zielsetzung der FWG ist es, sich der anstehenden Aufgaben anzunehmen und Entscheidungen unter Einbeziehung aller Beteiligten zu treffen. Gerade in der jetzigen schwierigen Finanzlage sind Prioritäten zu setzen und mit Augenmaß vorausschauende Entscheidungen zu fällen. Dafür stehen Iris Huth, Heiko Stashelm, Günter Meier und Dieter Gerlach als Ratsmitglieder der Stadt Preußisch Oldendorf ein. Dabei werden sie von engagierten Mitgliedern der FWG in verschiedenen Fachausschüssen und politischen Gremien tatkräftig unterstützt.